Bevor das Havelland beradelt wurde, machten die Watzumer Radler einen Abstecher in die Region Magdeburg.
Vom Barleber See aus startete eine rund 40 Kilometer lange Tour, die zunächst durch das Industriegebiet der Landeshauptstadt führte. Kurz bevor die Radler die Innenstadt erreichten, zog am Himmel ein Gewitter auf.
Allerdings konnte man sich rechtzeitig in ein großes Kaufhaus retten, bevor die ersten Tropfen fielen. Nach der wetterbedingten Stärkung führte die Strecke durch den Rotehornpark und entlang der Elbauen bis nach Hohenwarte zum dortigen Wasserstraßenkreuz.
Hier zeigten sich die Teilnehmer von einem technischen Meisterwerk beeindruckt: Während die Elbe unten in ihrem natürlichen Flussbett dahinfließt, überquert der Mittellandkanal auf der gewaltigen Trogbrücke den Fluss in luftiger Höhe.
Das Bauwerk ist mit 913 Metern die längste Kanalbrücke der Welt und konnte von den Radlern in Richtung Schleuse Rothensee überquert werden.
Hier endete die erste Tour und es ging mit dem PKW weiter ins Havelland. Am späten Nachmittag erreichte die Gruppe schließlich ihr Quartier, das Seehotel in Brandenburg an der Havel. Dort stand angesichts hochsommerlicher Temperaturen zunächst die aktive Regeneration auf dem Programm – bevorzugt im Schatten und mit ausreichend Flüssigkeitszufuhr.
Der zweite Tag führte die Watzumer auf den rund 34 Kilometer langen Storchenradweg rund um den Beetzsee.
Die flache Strecke durch die seenreiche Landschaft des Havellandes bot den Radfahrern weite Ausblicke und historische Dorfkerne, aber nur einen Storch.
Wegen der anhaltenden Hitze wurden regelmäßig sogenannte „Hydration Breaks“ eingelegt – seit der Fußball-WM der aktuelle Fachbegriff für das, was früher ganz einfach Trinkpause hieß.
Zum Abschluss des Tages besuchte die Gruppe noch das Havelfest in Brandenburg und war begeistert von den dort stattfindenden Drachenbootrennen.
Hatte man am zweiten Tag noch Glück mit dem Wetter, da alle Gewitter an Brandenburg vorbeigezogen waren, fiel der dritte Tag schließlich buchstäblich ins Wasser. Aufgrund angekündigter Gewitter wurde die geplante Tour vorsorglich abgesagt und man machte sich auf den Heimweg.
Ganz auf Gemeinschaft verzichten wollte man allerdings nicht. Der harte Kern der Truppe traf sich am Abend noch zu einer ausführlichen Nachbesprechung im Zolln in Schöppenstedt. Passend zum Ausflug ins Havelland erinnerte man sich dabei an die Worte Theodor Fontanes: „Das Havelland ist ein Land zum Träumen“ - aber auch zum Radfahren, Schwitzen und Trinken sowieso.
Artikel eingereicht von Bernd Ruhe
(weitere Fotos dürfen gern hinzugefügt werden)